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Unerhörte Treue
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Wie alle Jahre wieder fand vom 28. bis 31. Januar die Ökumenische Bibelwoche statt, diesmal über Texte aus dem Propheten Jeremia, veranstaltet von der römisch-katholischen Gemeinde St. Maria, der evangelischen Friedenskirche und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kassel-West (Kirche im Hof). Am Sonntag, den 27.1. (Bibelsonntag), fanden Auftaktgottesdienste in den drei Gemeinden mit dem Predigttext Jeremia 1, 1-19 (Berufung des Jeremia) statt. Herr Elsas und Herr Nolte von der Friedenskirche waren bei uns zu Gast und luden herzlich zu den Gesprächsabenden ins Gemeindehaus der Friedenskirche ein. Die Themen: Montag, 28.1., 19.30 Uhr, Falsche Sicherheiten (Jer 7, 1-15), Einleitung: Pfarrerin Inken Richter-Rethwisch, Friedenskirche, Dienstag, 29.1., 19.30 Uhr, Schönreden ist nicht wahr reden (Jer 28, 1-17), Einleitung: Vikarin Dorothea Mecking, Friedenskirche, Mittwoch, 30.1., 19.30 Uhr, Gott mit uns - Gott ist anders (Jer 29, 1-14), Einleitung: Gemeindeassistent Michael Pörtner, St. Maria, Donnerstag, 31.1., 19.30 Uhr, Mitten ins Herz! Gottes neuer Bund, Einleitung: Pastor Frank Fornaçon, Kirche im Hof. Die alttestamentlichen Jeremiatexte erwiesen sich als etwas sperrig, aber mit Hilfe der gründlichen Einführungen und der für die Gruppenarbeiten vorbereiteten Fragen schlossen sich die Texte auf. In den Gruppen wurde lebhaft und engagiert Folgendes diskutiert. Der Glaube der damals nach Babylon Weggeführten musste sich in einer anderen Kultur neu orientieren. Wie sieht das heute aus angesichts des geschmolzenen Häufleins überzeugter Christen in einer säkularisierten Gesellschaft? Sind die "Verheißungen eines unendlichen Fortschritts", die uns täglich umgeben, nicht falsche Prophetie? Ethisches Verhalten gemäß der Weisungen Gottes ist dem Propheten wichtiger als der korrekt gefeierte Gottesdienst. Was bedeutet das für uns heute? Jeremia fordert im Auftrag Gottes "Schalom für den Feind" (Suchet der Stadt Bestes, Jer 29,7). Welche Konsequenzen hat das für uns, zum Beispiel für unser Verhältnis zum Islam? Was tun wir gegen die "Unglücke" unserer Zeit - wie Auflösung der Familie, Herrschaft des Kapitals? Wie kommen wir zu einem erneuerten Herzen, um dem Bund Gottes zu entsprechen? Leider ging die Besucherzahl gegenüber dem letzten Jahr leicht zurück. Lag sie im letzten Jahr im Durchschnitt bei 37 Teilnehmern, so waren es in diesem Jahr 31. Ein Grund, im nächsten Jahr, wenn wir im Gemeindehaus von St. Maria zusammenkommen werden, noch mehr Werbung zu machen: Da wird es dann um die Ich-bin-Worte Jesu aus dem Johannesevangelium gehen. Hinrich Schmidt |
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