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Das Flötenmädchen
Weihnachtsmusical der Sonntagsschule


Am 3. Advent, dem 16. Dezember, fand in unserer Gemeinde das Kindermusical "Das Flötenmädchen" statt. Der Geräuschpegel war bemerkenswert. Aufregung und Unruhe waren nicht zu übersehen und zu überhören. Wir sahen Kinder mit Mikros, Schals, Hüten und Zetteln. Anna-Lena Ryschko flüsterte mir zu: "Ich bete heute!" Eine Querflöte wurde hereingetragen. Auf der Bühne lag Stroh, das Kind in einer alten Krippe. Holzstapel, ein Schäferhund, viel Lachen, viele Kinder und ein übervolles Gotteshaus, wo viele Stühle nötig waren. Die Spannung und die Vorfreude stiegen, auch bei mir.

Ruhe kehrte ein, Klaviermusik ertönte. Malte Opitz las uns Verse aus Jesaja 40,3.10. Pastor Frank Fornaçon begrüßte uns. Mit dem Lied "Freue dich, Welt, der Herr ist nah" wurde auch unsere Freude ausgedrückt. Anna-Lena betete, wie gut wir es bei Gott haben. Die Band bekam schon Applaus, bevor wir überhaupt etwas hörten. Aber dann spielten zwei Querflöten: Lydia Ernst und Katharina Ryschko. 18 Kinder standen unter der Leitung von Maren Fornaçon auf der Bühne. Es mussten wohl 18 Funken von ihr zu den Jungen und Mädchen übergesprungen sein. Der Kinderchor sang: "Ein Licht, das zu uns kommt und die Welt erhellt", von der Band begleitet. Danach begann das Stück.

Ein Kind lernte Flöte und nutzte sie, um anderen eine Freude zu bereiten. Ein Vater wurde arbeitslos. Seine Kinder überlegten, wie sie dem Papa helfen können. Die Flöte spielte, das Kind bringt Hoffnung, Freude und Zukunft. Der Kinderchor rief uns zu: "Singt mit uns, stimmt mit ein, ins Lied für Groß und Klein, alle sollen fröhlich sein." Ein rotes Kreuz erschien im Hintergrund.

Ein Kind hatte ein Bein gebrochen, andere hatten hohes Fieber, Halsweh, eine Blindenbinde, kranke Augen und Husten, einen Armbruch, schweres Asthma oder Kinderlähmung. Katharina Ryschko spielte ein Flötenlied zur Linderung aller Schmerzen. Es tat gut, strahlende Gesichter zu sehen und Hoffnung in das alltägliche Leid zu bringen.

Auch für die Hirten mit ihren Schafen auf dem Feld flötete das Mädchen. Die Band stimmte ein. Ein Hirtenrap ertönte. Sie verjagten die Flötenspielerin: "Geh fort - verlass diesen Ort." "Keine Angst, freuet euch", sang dagegen der Kinderchor. "Gott lässt uns seine Liebe spüren, er nimmt uns in den Arm." Die Hirten überlegten, was sie mit dem flötespielenden Mädchen machen sollten. Eine Solostimme sang: "Gott macht sich für uns klein, will uns ganz nahe sein, er zeigt, dass er an uns denkt, im Kind." Das Flötenkind erklärte, dass es arm sei, aber im Lied schenke sie Musik und freue sich, dass Jesus auf die Erde gekommen ist. Die Hirten schauten auf die Krippe zum Kind und bekehrten sich, wollten vergeben und alle Ehre dem Jesuskind geben. Der Kinderchor und die Band riefen uns zu: "Du bist König allein, um dich soll das Leben kreisen, du sollst unsere Mitte sein. Wir wollen dir folgen, weil du echte Liebe gibst."

Mit der frohen Botschaft, der Predigt aus Philipper 4,4-7, spürten wir die Spannung zwischen Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Mutlosigkeit und Liebe, Licht und Hoffnung. Gott liebt es, Mensch zu sein, in seinem Sohn Jesus. "Freuet euch im Herrn allewege, denn Gott wendet Not. Stimmt mitten in der Nacht ein Lied an, damit nicht Hass und Betrug an erster Stelle stehen, sondern gib weiter, was du selbst erlebt hast, an Verstehen, Gnade, Vergebung und Liebe."

Sieglinde Welskopf

Der Hirtenrap
Der Hirtenrap
Kinderchor
Der Kinderchor
Textlesung