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Ein neuer Weg mit Gott
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Inzwischen schon eine gute Gewohnheit: Einmal im Jahr laden die katholische Gemeinde St. Maria, die Evangelische Friedenskirche und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kassel-West zur Ökumenischen Bibelwoche ein. In diesem Jahr von Montag, 29. Januar, bis Donnerstag, 1. Februar, in die neu gestalteten Räumen unserer Kirche im Hof. Begrüßung, Lied, Gebet und eine gründliche Einführung durch einen der Pastoren der beteiligten Kirchen in den jeweiligen Text, so begannen die Abende. Dann vertieften wir das Thema mithilfe von schriftlich vorbereiteten Fragen in kleineren Gruppen. Das Vorbereitungsheft der Deutschen Bibelgesellschaft bot dazu gute Hilfen. In den Gesprächsgruppen schlug das Herz der Bibelwoche. Es war einfach erfrischend und ermutigend, wie unkompliziert und offen und im Geist einer liebevoll annehmenden Toleranz auch über kontroverse Auffassungen diskutiert und das Gemeinsame gesucht wurde. Nach den Gruppengesprächen folgten Auswertung und Zusammenfassung, Abendlied und Segen. Aber damit war die Veranstaltung noch nicht zu Ende, denn anschließend öffnete unser neues Café und viele Gespräche gingen in dieser lockereren Atmosphäre weiter, besonders am letzten Abend, an dem ein kleiner Imbiss angeboten wurde. Anhand von vier Texten aus der Apostelgeschichte erlebten wir nach, wie die ersten Christen einen neuen Weg mit Gott beschritten: sich schrittweise zur christlichen Kirche entwickelten. Und wir zogen Konsequenzen für unsere heutige, kirchliche Wirklichkeit. Einige Fragen, die gestellt und beantwortet wurden: Kann die Gabe der Heilung auch in unseren Kirchen Gestalt gewinnen? (Montag, zu Apg 3,1-26). Was hat Sie bei einer Taufe besonders beeindruckt oder berührt? (Dienstag, zu Apg 8,26-40). Was können wir als Gemeinde aus der Art lernen, wie hier ein Konflikt beigelegt wurde? (Mittwoch, zu Apg 15,1-35). Paulus war es wichtig, Menschen für Jesus zu gewinnen. Wie wichtig ist mir das? (Donnerstag, zu Apg 17,16-34). Alles in allem eine gelungene "Woche". Das Bewusstsein der kirchlichen Einheit wurde gestärkt - trotz aller Unterschiede, die auch deutlich wurden. "Das, worauf es ankommt, ist Jesus!", ist einer der Sätze, der bei mir hängen blieb. Oder: "Wer zum Glauben gefunden hat, schließt diese Erkenntnis mit der Taufe ab." Ich jedenfalls freue mich schon auf das nächste Jahr und hoffe, dass noch mehr Mitglieder - in diesem Jahr waren es durchschnittlich 37 an jedem Abend - diese Chance zum Gespräch und zur Gemeinschaft mit den anderen Kirchen im Vorderen Westen wahrnehmen. Hinrich Schmidt |
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