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Von innen geküsst
Taufe von Susanne Weber am 21. Mai 2006


"Na, wie hast du deine Taufe erlebt?", frage ich Susanne Weber einige Zeit nach dem Ereignis. "Es war ein toller Gottesdienst", sagt sie und erzählt spontan, wie wichtig und einschneidend auf ihrem Weg der Nachfolge Jesu dieses Ereignis für sie war. Im Gespräch erinnere ich mich an das Buch von Fynn: "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna." An einer Stelle sagt die früh verstorbene Anna: "Wir können nur von außen küssen, Gott aber küsst uns von innen." Genauso, das ist mein Eindruck, erfuhr Susanne Weber ihre Taufe.

In der Predigt über den Taufspruch: "Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte" (Jeremia 31, 3), drückt Frank Fornaçon das so aus: "Hier sagt Gott, dass er uns grenzenlos liebt. Weil er es will, nicht, weil wir perfekt wären. Er liebt uns als Menschen und nicht als Engel. Seine Liebe bedrängt uns nicht, seine Liebe will einfach für uns da sein. Gott liebt radikal." "Wie kriegen wir aber Anschluss an diese Liebe?", fragt er anschließend und antwortet: "Durch Vertrauen, Vertrauen zu Jesus. In ihm bietet Gott uns seinen Bund an. Unsere Antwort darauf sollte vertrauender Glaube sein. Deshalb ist es wichtig, in die ausgestreckte Hand Gottes einzuschlagen, so wie es heute in der Taufe geschieht."

Die einzelnen Elemente des Gottesdienstes spiegeln das liebevolle Angebot Gottes wider. Die Kinder sitzen gespannt um das Taufbecken und schauen zu. Susanne Weber steigt fröhlich ins Taufwasser und kommt noch fröhlicher daraus hervor. Sie und der Täufer sind in Weiß gekleidet, Zeichen des neuen Lebens von Gott. Der Projektchor unter Leitung von Maren Fornaçon singt drei schöne Lieder. In einem heißt es: "Über alle Welt bist du der Herr. Doch mein größter Wunsch ist, Herr, regiere du in mir. Du bedeutest mir mehr als alles hier, darum regiere du in mir."

Nach der Taufe wird Susanne Weber unter Handauflegung von Reinhild Bohlmann und Frank Fornaçon gesegnet und in der Gemeinde willkommen geheißen. Anschließend erinnert das gemeinsame Abendmahl an die vergebende Liebe Gottes zu uns Menschen. Die Gemeinde antwortet mit einer bewegenden Gebetsgemeinschaft an der sich viele beteiligen.

Der Gottesdienst schließt mit dem Lied: "Feiern und loben, bitten und danken, Leben für Gott aus Liebe zu ihm." Ja, das war dran, an diesem schönen Tauffest. Beim anschließenden Mittagessen im Hof geht die Feier der Liebe Gottes zu uns Menschen und zu jedem Einzelnen noch lange fröhlich weiter.

Hinrich Schmidt

Der Taufakt

Der Taufakt

Segnung
Segnung
Projektchor
Projektchor