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In verschwenderischer Liebe handeln
Weltgebetstag der Frauen


"Molweni! Good day! Dumelang! Goeie dag!"
So begrüßten sich die Frauen zum diesjährigen Weltgebetstag der Frauen am 3. März in der Friedenskirche. Unter dem Motto "Informiertes Beten - betendes Handeln" feiern jedes Jahr Anfang März in über 170 Ländern Frauen und Männer einen ökumenischen Gottesdienst, der von Frauen des Weltgebetstagslandes vorbereitet wird. Allein in Deutschland nehmen jedes Jahr über eine Million Frauen und Männer an den Gottesdiensten teil. Mit den Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste fördert das Deutsche Komitee des Weltgebetstages Frauenprojekte auf der ganzen Welt.

Dieses Jahr gestaltete eine Gruppe in Südafrika die Liturgie unter dem Thema "Zeichen der Zeit". Die bunte Dekoration, einige Dias aus dem Land und südafrikanische Lieder brachten die Teilnehmerinnen aus der eiskalten Friedenkirche heraus ans Kap der Guten Hoffnung.

Vertreterinnen der Friedenskirche, aus der Kirchengemeinde Kirchditmold, von St. Maria und Kassel-West gestalteten den ökumenischen Gottesdienst. In der kurzen Predigt legte Pfarrerin Inken Richter-Rethwisch die Salbung in Betanien aus: Die Frau, die Jesus mit dem sündhaft teuren Öl salbte, erkannte den richtigen Zeitpunkt. Sie wusste, was an der Zeit war. Inken Richter-Rethwisch forderte dazu auf, in verschwenderischer Liebe am anderen zu handeln. Gleichzeitig dürften Christen Liebe empfangen. So wie Jesu Leib gesalbt wurde, so würden auch Christen als Leib Jesu gesalbt.

Dies konnte nach der Predigt in einer symbolischen Handlung erlebt werden. Jede Gottesdienstteilnehmerin durfte nach vorne kommen und bekam in die Hand mit duftendem Öl das Kreuzeszeichen gezeichnet, begleitet von einem Segensspruch. Im Anschluss an den Gottesdienst blieben noch viele Frauen und Männer im Gemeindehaus zu afrikanischem Gebäck und Tee.

Dies war mein erster Weltgebetstag der Frauen und mir hat es gut gefallen. Ich finde es eine tolle Idee, gemeinsam auf der ganzen Welt denselben Gottesdienst zu feiern und gemeinsam im Gebet vor den Herrn der Welt zu treten.

Friederike Neumann