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Wunder der Schöpfung
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Am 25. Februar, einem Samstagabend, an dem ich wegen der Kälte und Dunkelheit lieber zu Hause in meiner kuscheligen Wohnhöhle geblieben wäre, lockte mich die Ankündigung von Naturaufnahmen aus Australien, Nepal und Südamerika in die Gemeinde. Der Psalm 104 versprach ein Loblied auf die Schöpfung. Ich erwartete eine Dia-Show und einen Reisebericht. Aber es kam anders. Die wenigen ruhigen Dias leiteten die rund 40 Teilnehmer in eine innere Phantasiereise - unterstützt durch die Psalmworte und getragen von der Musik. Es spielten Pastor Eugen Beidinger an der Gitarre und Markus Ohlet am Didgeridoo. Das Didgeridoo ist ein Blasinstrument der australischen Ureinwohner, der Aborigines. Es ist ein von Termiten ausgehöhlter Eukalyptusast. Markus Ohlet hat eineinhalb Jahre bei den Aborigines gearbeitet. Er spielte einen bordunartigen Ton (gleichbleibenden Bass), dieser variierte durch rhythmische Veränderungen, Zungenschnalzen, Percussion-Klopfen am Instrument mit Hand und Ring und an der eigenen Wange. Die beiden Musiker spielten sowohl gemeinsam als auch solistisch und improvisierend. Am Anfang des Abends forderte Pastor Beidinger die Teilnehmer auf: "Entspannen Sie sich!" Ich konnte mich im Folgenden entspannen und für eine Weile alles Traurige, Schwere und Bedrohliche vergessen. Wohl jeder versteht die Symbolsprache der Dias, wenn das goldenrötliche Sonnenlicht am Morgen oder Abend die Landschaft in ein friedliches Wunderland verwandelt, wenn man die Größe und Erhabenheit einer majestätischen, schneebedeckten Bergwelt sieht oder wenn man staunend über eine Meeresbucht blickt mit dem Sand, Wasser, fernem Horizont und einem Farbenspiel von blau-grün-azur. Die Silhouette einer Wolkenkratzer-Stadt - der Stolz auf die Errungenschaften der Menschheit. Ein Kindergesicht - offen, unschuldig, erwartungsvoll. Fotos von Kakadus und Farnen - Sinnbilder für das vielfältige Leben von Tieren und Pflanzen. Zum Schluss Fußabdrücke im Sand - Gott ist überall bei uns und trägt uns in Zeiten, in denen wir seiner Hilfe besonders bedürfen. Ingeborg Waßmuth |
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Markus Ohlet (links) und Eugen Beidinger |
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Das Didgeridoo |
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