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Von bitteren Kräutern
Passamahl am 24. März 2005


Am Abend des Gründonnerstages traf sich die Gemeinde zum gemeinsamen Passamahl. Es waren viele gekommen und alle hatten etwas zum Essen mitgebracht. Nachdem erst einmal ausgiebig miteinander geschwatzt wurde, setzten sich alle an die schön gedeckten Tische, um sich auf das gemeinsame Essen vorzubereiten. Reinhild Bohlmann hieß alle willkommen und reichte einen Krug mit Traubensaft herum. Nach einem Dankgebet bedienten sich alle an dem kalten Buffet.

Als alle mit dem Essen fertig waren, reichte Reinhild Bohlmann noch einmal einen Krug mit Traubensaft herum. Robin, als jüngster Teilnehmer, fragte seinen Vater, warum wir denn das Passamahl feiern. Neville Williamson erzählte ihm (und den Teilnehmern) von dem Gebot, einmal im Jahr an den Auszug aus Ägypten zu erinnern, als Gott die Israeliten aus dem Sklavendienst befreite, und er sie durch das Rote Meer hindurch in das Gelobte Land führte. Die bitteren Kräuter, die dann herumgereicht wurden, sollten an die bittere Zeit der Sklavenfron und die 40 Jahre Wanderschaft erinnern. Außerdem wurden ungesäuerte Brote angeboten zur Erinnerung, dass der Auszug plötzlich geschah und man nicht genug Zeit hatte, um Sauerteig zuzubereiten.

Während die Schüssel mit den Bitterkräutern herumgereicht wurde, berichteten einige von den schweren Zeiten, durch die Gott sie hindurchgeführt hatte. So wie die Israeliten ihren Dank in Liedern zum Ausdruck brachten, so lasen die Teilnehmer gemeinsam Psalm 113 bis 118, die man "Hallel" (Jubelruf, Hallelujah) nennt. Nun wurde noch einmal der Krug mit Traubensaft herumgereicht.

Zum Abschluss las Reinhild Bohlmann noch ein Segensgebet. Tief berührt gingen alle Teilnehmer an diesem Abend nach Hause.

Heidi Welzel