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Lasst uns Licht sein
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Dieses Jahr waren es die Frauen aus Polen, die das Thema ausgewählt und die Liturgie verfasst hatten. Es ging um Jesu Worte "Ihr seid das Salz der Erde - Ihr seid das Licht der Welt". Die Frauen der Kirche St. Marien hatten eingeladen. Am Anfang des Gottesdienstes wurden Körbe mit Salz und Brot durch die Reihen gereicht. Jede konnte von dem Brot nehmen und es in das Salz tauchen. Dann reichte jede es ihrer Nachbarin mit einem Segenswunsch weiter. Vorn auf den Stufen lag ein blaues Tuch, den Fluss Jordan symbolisierend, und auf jeder Stufe stand eine brennende Kerze. Jede Frau soll an ihrem Platz ein Licht für den Nächsten sein - darum ging es im ersten Teil des Gottesdienstes. Da das nicht immer gelänge, müsste Gott um Vergebung gebeten werden. Das geschah praktisch mit dem Gebetsruf: "O Gott, vergib uns. Lass dein Licht uns leuchten." Im Hauptteil stand der Text aus 2. Könige 5. Darin wird die Geschichte von Naaman erzählt, der an Aussatz litt. Die Glaubenskraft einer seiner Sklavinnen brachte das Licht der Hoffnung in sein Leben. Die Auslegung der Gemeindereferentin Anna Wilhelm ließ die alte Geschichte in einem neuen Licht erscheinen: Es komme darauf an, keine eigenen Vorstellungen zu haben, wie Gott uns zu helfen hat. Die Frauen müssten offen sein für ganz einfache oder auch ganz ungewöhnliche Dinge. Gott wirke immer wieder durch Menschen und das müsse man zulassen. Nach der Verkündigung wurde die Geschichte durch ein kleines Anspiel verdeutlicht. Nach dem Segen und dem Lied: "Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder", saßen die Teilnehmerinnen noch eine Zeit bei Tee und Salzgebäck gemütlich zum Gespräch beisammen. Heidi Welzel |
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