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Stimmen zur Gemeindefreizeit
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Über 40 kamen mit - wir hatten eine gute Zeit miteinander im Ruferhaus. Das ganz Besondere war, dass wir das Wetter genießen konnten. Zwei Tage draußen bei ganz warmen Temperaturen war für uns ein Geschenk des Himmels. Wir haben es bis spät in die Nacht am Lagerfeuer ausgenutzt. Ich möchte besonders allen herzlich danken, die für das gute Gelingen der Freizeit beigetragen haben! Reinhild Bohlmann Um das Thema "Hände" und ums Mitmachen ging es auf dieser Gemeindefreizeit; und so waren die Ankommenden nach herzlichem Willkommen durch Reinhild und Begrüßungstrunk zum fröhlichen Auftakt eingeladen, ihre mit Farbe bestrichene Handfläche auf ein weißes Laken zu drücken und mit ihrer Unterschrift zu versehen. Diese Tafel wurde dann im "Ziegenstall", so hieß unser Tagungsraum, aufgestellt: Ein buntes, fröhliches Bild. "Hallihallo, jetzt geht los" war das erste Lied, das wir aus dem eigens für diese Freizeit herausgegebenen Liederheft sangen. Unser neuer Pastor, Frank Fornaçon, gestaltete diesen ersten Abend. 32 Erwachsene, neun Kinder und ein Hund (Danjo von Bühlbusch) machten mit. Zuerst erzählte jeder seinem Sitznachbarn etwas Besonderes, was er in der letzten Woche mit seinen Händen getan hatte, und wer wollte, gab das anschließend in der Gesamtrunde weiter. Erstaunlich, was man mit seinen Händen so alles machen kann, zum Beispiel im Frühjahr ausgesäte Früchte ernten oder einer von einer Katze bedrohten Maus das Leben retten. Zwei Arbeiten von Dorothea Steigerwald führten dann das Thema weiter: Eine Bronzeplastik, bei der zwei Hände ein Kind umschließen, und ein Lesezeichen, das jeder erhielt, mit der Abbildung einer Tonfigur, auf der sich ein Kind in eine große Hand schmiegt. "Gottes gute Hände umgeben uns und helfen uns zu lächeln (wie ein Kind bemerkte). Gottes große Hände behüten uns (in behüten steckt das Wort Hut), geben uns Halt, schützen. Gott spricht: 'Ich habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen' (Jesaja 51, 16)". Das waren die Zielgedanken an diesem ersten Abend und für die gesamte Freizeit. Nach Gebet und Lied lockte dann das hoch lodernde Lagerfeuer, wir sangen Abendlieder und plauderten fröhlich, manche bis tief in die Nacht... Hinrich Schmidt Welche Bedeutung hat die Hand in der Bibel, als Symbol oder als Ausdruck? So lautete die Eingangsfrage der Bibelarbeit am Samstagmorgen von Frank Fornaçon. In Ergänzung dazu wurden Worte oder Sprüche aus unserer Umgangssprache von allen Anwesenden zusammengestellt. Rasch fanden sich reichlich Sprichwörter und Reime, die sich gegenseitig zugesprochen, auf Karten zusammentragen und anschließend an einer Leine für alle sichtbar aufgefädelt wurden. Es wurde klar, dass die Hand auch ein Kommunikationsorgan darstellt, das viele Möglichkeiten im Hinblick auf Symbolträchtigkeit und Ausdruck von Gefühlen bietet. Frank Fornaçon hatte entsprechende Vorbereitungen aus der Luther-Konkordanz getroffen und mehrere Texte, in denen die Hand in der Bibel vorkommt, auf einzelnen Blättern ausgedruckt. Jeder nahm sich eins. Nach einer Meditation zu diesen Texten trugen Einzelne Gemeindemitglieder ihre Verse vor. So reihte sich ein Vers an den anderen und es entstand eine Kette aus Versen auf dem Fußboden. Daraus ergab sich ein buntes Bild, das wieder einmal ganz klar zeigte, wer das "Zepter in der Hand" hat, nämlich Gott. Alle Beiträge schmückten zu unserem zentralen Thema "Hände" die Beziehung zwischen Gott, Schöpfung, Segnung, Bewahrung, Heilung, Schutz, Wunder und uns aus. Es war eine interaktive Predigt, an der sich jeder beteiligen konnte. Martin Opitz Im Anschluss an die Bibelarbeit am Samstagmorgen gab es noch einen kleinen Gesprächskreis im Garten mit unserem Pastor. Er las eine jüdische Legende von circa 1000 n. Chr. nacherzählt vor. Der Rabbi Rabbiosua darf sich nach langem Betteln dem Propheten Elias anschließen, um mit ihm über die Erde zu pilgern und zu predigen. Elias fügt den Frommen und Gottesfürchtigen, die ihnen Gastfreundschaft entgegenbringen, Unglück zu. Den Geizhälsen und Hartherzigen aber hilft er weiter und lässt ihnen scheinbar Gutes zukommen, was Rabbiosua gar nicht versteht, und was ihn fast verzweifeln lässt. Doch zu guter Letzt klärt Elias ihn auf, dass die Lebensgeschichte für die Betroffenen noch nicht zu Ende ist, und die Frommen vor Schlimmerem bewahrt worden sind und die Gottlosen noch eine Strafe ereilen wird. Was zeigt uns die Geschichte heute? Dazu trug die Gruppe Folgendes zusammen: Wir hätten die Dinge gern in der Hand. Doch Gottes Wege sind oft andere. Wir müssen manchmal darauf verzichten, nach Antworten zu suchen. Je älter wir werden, desto mehr Fragen haben wir. Nicht Gott legt uns solche Bürden auf, sondern das Leben legt uns Lasten auf, mit denen uns Gott trägt. Wir dürfen Menschen, die im Leid stehen, nicht unsensibel damit konfrontieren, dass Gott es gut mit ihnen meint und sich bestimmt alles zum Besseren wendet. Christen, die durch Leid gehen, können aber auch besondere Ausstrahlung haben und als Gottes Kinder besonders wirken. Wenn wir im Leid stehen, können wir dieses auch ehrlich Gott klagen. Babara Winner Sachkundig wurden wir von Michael Rempe auf unseren Ausflug zur Rhumequelle vorbereitet. "Was ist das Besondere an einer Quelle?", so fragte er die Kinder und bekam von Leon die richtige Antwort: "Dass sie aus dem Boden kommt." Wir lernten bei Michaels Einführung, dass die Rhumequelle eine der größten Quellen Europas und eine Karstquelle ist. Diese wird von mehreren unterirdischen Wasserläufen gespeist und kann zu Hochzeiten bis zu 5.000 Liter pro Sekunde Wasser ausschütten. Umgerechnet würde dabei in nur 20 Sekunden so viel Wasser ausgeschüttet, wie zum Beispiel eine Familie im Jahr verbrauchen würde. Nun waren wir alle gespannt auf diese Quelle und fanden einen hübschen Waldsee vor, den Quelltopf. Und wenn man genau hinschaute, dann konnte man an mehreren Stellen die Quellen an der bewegten Wasseroberfläche entdecken. Noch schöner wurde unser Ausflug durch ein Picknick mit Kaffee und Kuchen und einer anschließenden Rundwanderung. Die Bewegung tat uns gut, ebenso die Freude an der Natur und die Gespräche miteinander. Die Kinder konnten sich austoben und hatten besonderen Spaß am Klettenwerfen. Die "Empfänger" allerdings weniger, denn sie juckte der Rücken noch am Abend. Ilse Knauf Den Auftakt zum bunten Samstagabend bildeten Lieder mit den Kindern: "Halleluja mit Händen und Füßen" und "10 kleine Zappelfinger". In einer kurzen Vorbereitungszeit von nur zehn Minuten planten fünf Gruppen jeweils ein Handpuppenspiel, dessen märchenhaftes Thema von den anderen Gruppen geraten werden musste. Vorgetragen wurden die Märchen Schneewittchen, dreimal die Bremer Stadtmusikanten und einmal der Froschkönig. Gleich im Anschluss war wieder Konzentration von allen gefragt. Dabei ging es um ein spezielles chinesisches Fingertraining von Bernd Kuhn, das sich positiv auf die Verbindung der beiden Gehirnhälften auswirken sollte (die Lachmuskeln waren ebenfalls beteiligt). Der Höhepunkt für die Kinder war sicher das Aufstöbern des Stauffenberghaus-Gespenstes auf dem Dachboden, für alle gab es dann noch nach der eindrücklichen Andacht von Hinrich Schmidt über den Ruach, unseren Lebensgeist, einen unbemannten Heißluftballonstart im nächtlichen Innenhof. Beim offenen Ende am Lagefeuer wurde der Tag in fröhlicher Runde beendet. Herbert Jäger Der Abschiedsabend war ein Höhepunkt dieser gesegneten Zeit. Das Bibelwort: "Ich befehle meinen Geist in deine Hände" war unser Motto. Durch die Bibelarbeit am Morgen und die anschließenden Gesprächsrunden war eine geistliche Atmosphäre im Raum. Man könnte sagen, Jesus war im Versammlungsraum. Ja, er war da. Am Abend vor dem Essen goss Reinhard Bohlmann noch einige dieser wunderschönen Handplastiken, weil alle, die wollten, die Abdrücke ihrer Hände mit nach Hause nehmen konnten. Nach unserem neuen Essenslied wurden wir durch das Küchenteam mit einem wunderschönen Fingerfood-Buffet überrascht, das wir aufgrund des schönen Wetters draußen zu uns nehmen konnten. Der Abend verlief weiterhin sehr fröhlich. Hans-Peter Schulze Dachböden haben nicht nur etwas Geheimnisvolles - sie können auch ganz schön unheimlich sein. Vor allem wenn sie groß und unbekannt sind und es außerdem stockfinster ist. Glücklicherweise hatten Reinhild Bohlmann und Michael Rempe ja ihre Taschenlampen dabei, aber so richtig hell war es trotzdem nicht. Außerdem war es bis zum Schluss der Wanderung über den Dachboden unklar, ob noch irgendeine aufregende Überraschung wie ein Kürbiskopf, der auf einmal von innen beleuchtetet ist, oder ein sich auf einer Schnur bewegendes Bettlakengespenst, welches mit lautem "HU-HU" näher kommt oder auch nur Knarr- und Schabgeräusche plötzlich dazukommen würden. Sicherlich wollten die Erwachsenen nicht die halbe Nacht abwechselnd an Kinderbetten aufgeregte Kinder beruhigen, deshalb blieb alles ganz ruhig, aber spannend und aufregend war es trotzdem. Michael Rempe Nach Lied, Wochenspruch und Gebet machte Frank Fornaçon, der den Gottesdienst leitete, mit uns eine Imaginationsübung: Wir schlossen die Augen und stellten uns vor, was Menschen mit ihren Händen in unserem Leben bewirkt haben. Danach rief er in Erinnerung, was wir während der Freizeit zum Thema "Hände" gestalteten. Nach dem Lied "Meine Zeit steht in deinen Händen" folgten die Ansagen. Dann zeigte Frank Fornaçon mithilfe des Tageslichtprojektors den ersten Teil eines Holzschnittes von Horst Räcke. Zu sehen war die Gestalt eines Mannes, die unten von bedrohenden Händen umgeben ist. Wer könnte dieser Mann sein? Es könnte Petrus sein, der im Laufe seines Lebens mit Jesus solche Erfahrungen macht. Aber Jesus tröstet ihn: "Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre" (Lukas 22, 32). Eine zweite Folie ergänzte dieses Bild: Nun ist diese Gestalt von einem ovalen Lichtkreis umgeben, der sie von den fordernden Händen trennt. Im Gespräch wird erarbeitet: Die Sorgenfalten auf der Stirn des Petrus sind zwar geblieben, aber nun ist er "gehimmelt" (Stichwort aus der Predigt von Ingrid Gralle), das Licht schützt ihn. Als die dritte Folie aufgelegt wurde, sind zwei Hände - Jesu Hände oder Gottes Hände - im Lichtoval zu sehen, die die Gestalt zusätzlich umgeben. Auch Petrus erlebt, dass Jesus ihn nach seiner Verleugnung wieder als Jünger einsetzt (Johannes 21), ihn neu laufen lehrt. Nach zwei Liedern zum Thema, zwischen denen wir Psalm 139 nach der Übertragung von Jörg Zink hörten, wurde ein Berg unterschiedlicher Handschuhe vor den Kindern ausgeschüttet. Kinder und Erwachsene benannten sie und beschrieben, wozu sie gebraucht werden: Arbeitshandschuhe, Inliner-Handschuhe, Fahrradhandschuhe, Handschuhe fürs Dieseltanken, Brauthandschuhe, Bügelhandschuhe, Winterhandschuhe, Gummihandschuhe für Ärzte und medizinisches Personal, Handschuhe für zwei Verliebte - Fazit: Alle diese Handschuhe sind dazu da, um uns bei bestimmten Tätigkeiten zu schützen oder uns die Aufgaben zu erleichtern. Und so sind Handschuhe ein Symbol für Gott, seine Hilfe und seinen Schutz. Wir müssen unsere Aufgaben erledigen, aber brauchen das nicht ohne Gott zu tun. In Minigruppen wurden dann Anliegen ausgetauscht, die in der nächsten Woche auf jeden Einzelnen zukommen, und dafür im kleinen Kreis gebetet. Mit Gebet und Segen (Psalm 121) und Lied: "Herr, wir stehen Hand in Hand" endete dieser ermutigenden Gottesdienst und leider auch, nach Mittagessen und anschließendem Kaffee, diese gesegnete Gemeindefreizeit. Nach zwei Tagen Sonne regnete es, als wir traurig abfuhren. Hinrich Schmidt |
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Bunte Hände |
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Am Lagerfeuer |
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Beim "Händegießen" |
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Beim "Händegießen" |
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Gespräche im Freien |
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Die Rhumequelle |
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Beim Picknick |
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Die Kinder basteln ihre Handpuppen |
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Reichhaltiges Abendessen |
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Auf dem Dachboden |
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Gottesdienst |
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Abschied nehmen |
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Die Hände |
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