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Wer ist der Superstar?
Abschluss des Gemeindeunterrichts


Der Empfang war schon ungewöhnlich und lautstark: Bereits auf der Straße waren die kräftigen Töne des Bläserchores zu hören. Im gut gefüllten Gemeindehaus am Möncheberg fand am 3. Juli mit vielen auch auswärtigen Gästen der Gottesdienst zum Abschluss des Gemeindeunterrichtes statt. Er begann dann allerdings mit den ruhigen und besinnlichen Tönen des Bachschen Präludiums (Nils Nohl, Klavier). Reinhild Bohlmann, Gemeindeleiterin von Kassel-West, und Christoph Stiba, Pastor in Kassel-Möncheberg, leiteten den Gottesdienst, begrüßten die Gäste und drückten die Verbundenheit der Gemeinden aus.

Das war der Auftakt zur Suche des Gemeindeunterrichtssuperstars, Jury und Moderation Rahel Petereit und Johannes Paschen. Ins Finale waren acht Teenies gekommen, sechs aus Kassel-West und zwei vom Möncheberg. Alle wurden in einer mit viel Applaus bedachten, heiteren Runde mit ihren hervorstechensten Eigenschaften dem Publikum präsentiert.

Robin Williamson: "Albert Einstein" oder "the brain", man könnte ihn aber auch - wegen seines betörenden Charmes - "Prince Charming" nennen.
Iliane Ahlbrecht: Hinter braver, netter Erscheinung verbirgt sich eine selbstbewusste Frau, der die männlichen Fans verfallen sind.
Felix Erler: Billardspieler und Superspaßvogel, würde er singen, wäre "action" sein Thema.
Emil Fährmann: Gewitzt, liebenswert und gebildet, sein großes Geheimnis liegt in der Ruhe.
Thomas Wiegand: Der wahnsinnig coole "Mr. Coolness" mit Musikknopf im Ohr und Sieger bei "die Frisur 2005".
Nils Nohl: Begnadeter Klavierspieler von der "Westcoast", lässt durch betörendes Aussehen Mädchenherzen höher schlagen.
Laura Diehl: Wenn sie ein Spicegirl wäre, dann Sporty-Spice, ihre Lieder bestünden ausschließlich aus Schnellsprech-texten.
Martin Eschner: Verändert ständig sein Aussehen durch Wachstum, doch charakterlich die Beständigkeit in Person.

Die Gäste erfuhren jedoch nicht nur etwas über die Finalisten, sondern auch noch etwas von ihnen. Jeder kommentierte seinen Lieblingsvers aus der Bibel. Mal frei und spontan, mal kunstvoll-rhetorisch ausformuliert und ebenso vorgetragen, dann wieder humorvoll oder auch bekennend-überzeugt, bescheiden und prägnant. So stellte jeder seinen Bezug zum Glauben, seine Beziehung zu Gott und Jesus dar. Es entstand ein Bild von wertvollen und wertgeschätzten jungen Menschen auf ihrem Weg in Gegenwart und Zukunft, eingerahmt von den mitreißenden und animierenden Beiträgen des Möncheberg-Singteams.

Zu Beginn seiner Predigt ersetzte Christoph Stiba den unpassenden Terminus "Entlassung aus dem Gemeindeunterricht" durch die offenere Formulierung "Abschluss des Gemeindeunterrichts". Außerdem betonte er die Notwendigkeit und Chance der persönlichen Beziehung zu Gott und machte Mut dazu ("Ihr habt jetzt einen Mund"), stellte aber auch klar heraus, dass jede/r entscheidungsunabhängig immer von der Liebe Gottes getragen ist.

Zum Schluss gab es neben dem geistlichen Hauptgewinn noch einen anderen, nicht weniger attraktiven: Wegen der Gleichwertigkeit der Finalisten wird die Gruppe ein gemeinsames Wochenende in Berlin verbringen in Begleitung von Frank Fornaçon.

Segen:
Möge deine Hände niemand fesseln,
Möge deine Füße niemand treten,
Möge deine Augen niemand blenden,
Möge deine Ohren niemand schließen.
Möge deinen Körper niemand schlagen,
Möge deine Seele niemand verletzen,
Möge deine Stärke niemand brechen,
Möge dein Urvertrauen niemand missbrauchen.
Möge dein Ich immer dein Ich bleiben!
Dafür Gottes Segen.

Gudrun Müller-Nohl
und Rainer Nohl