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Die Gemeinde Kassel-West:Die Gemeinde Kassel-West entwickelte sich 1966 aus einer Kinderwochenstunde, der sich Gesprächskreise mit Eltern und dann andere Formen der Gemeindearbeit anschlossen. Sie wurde 1979 selbständige Gemeinde und hat derzeit (2010) 126 eingetragene Mitglieder, dazu einen festen Kreis von Freunden.
Wer wir sind:Wir sind evangelisch und fühlen uns mit allen Christen verbunden, die das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zum Ausdruck bringen. Grundlage unseres Glaubens und Lebens ist die Heilige Schrift. Wir sind freikirchliche Christen und bekennen uns zur bewussten persönlichen Entscheidung in der Frage der Kirchenmitgliedschaft. Mitglied einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde wird, wer sich nach dem Vorbild der ersten Christen öffentlich zu Jesus Christus bekennt und sich auf seinen Namen taufen lässt. Diese Taufpraxis führte zu der weltweit bekannteren Bezeichnung "Baptisten". Wir legen Wert auf die Trennung von Kirche und Staat und erheben deshalb keine Kirchensteuer. Mitglieder und Freunde der Gemeinde finanzieren durch ihre freiwilligen Beiträge und Spenden alle Gemeindeaufgaben. Wir sind Gemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, einem Zusammenschluss von Gemeinden, mit insgesamt etwa 88.000 Mitgliedern in der Bundesrepublik. Im Rahmen dieses Gemeindebundes sind wir an überregionalen missionarischen und sozial-diakonischen Aufgaben beteiligt. Wer kann zu uns gehören:Verbindliche Zusammengehörigkeit zeigt sich in der Mitgliedschaft in der Gemeinde. Mitglied wird man durch die Taufe oder durch Überweisung aus einer anderen Gemeinde im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Wir bieten allen die Taufe an, die an Jesus Christus glauben. Regelmäßig informieren Taufkurse über das Wesen und die Bedeutung der Taufe. Wer als Glaubender in einer anderen Kirche getauft wurde, kann durch Beschluss der Gemeindeversammlung aufgenommen werden. Wer in einer anderen Kirche als Säugling getauft wurde, der kann auf der Liste der Freunde unserer Gemeinde geführt werden. Damit hat er oder sie bei fast allen Angelegenheiten Sitz und Stimme in der Gemeindeversammlung. Über die Aufnahme entscheidet ebenfalls die Gemeindeversammlung. |
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Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. Joh. 8,15 Eine neue Chance gebenLieber Jesus, wie sollen wir mit dieser Mahnung umgehen? Wir sollen über niemanden urteilen? Geht das denn überhaupt? Täglich müssen wir uns ein Urteil bilden: Im Beruf müssen wir entscheiden, welche Produkte wir einsetzen, welche Mitarbeiter wir einstellen. Wir hören die Nachrichten und bilden uns eine Meinung über unsere Politiker. Spätestens bei der nächsten Wahl müssen wir urteilen, wie wir ihre Politik finden und ob wir ihren Versprechen trauen. Noten sind manchen Lehrern ein Graus. Sie sollen Aufsätze beurteilen. Ihre Beurteilung kann die berufliche Laufbahn ihrer Schüler beeinflussen, manchmal durch Zehntel Noten. Am Urteilen kommen wir doch gar nicht vorbei. Wie hast du das gemeint? Du selbst urteilst nicht, sagst du. Aber als du die Händler im Tempel vertrieben hast, bist du handgreiflich geworden, weil du dir ein Urteil gebildet hast. Mit den Schriftgelehrten bist du scharf ins Gericht gegangen, weil du ihre Haltung verurteilt hast. Im Glaubensbekenntnis bekennen wir Christen, dass wir dich als den Richter erwarten. Als aber die Ältesten die Ehebrecherin heran schleppten, um deine Meinung zu erfragen, da hast du dich geweigert zu urteilen. Worauf kommt es dir eigentlich an? Willst du uns warnen, etwas zu tun, was wir nicht wieder rückgängig machen können? "Der ist für mich gestorben", sagt einer, der nie wieder mit einem anderen zu tun haben will. Schlechte Erfahrungen haben ihn dahin gebracht, den anderen abzuschreiben. Hast du etwa die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die Menschen zum Guten hin wenden können? Manche halten dich deswegen für einen unverbesserlichen Spinner. Oder siehst du die Folgen für denjenigen, der den anderen für tot erklärt? Könnte es sein, dass wir mit dem Todesurteil selbst zum Mörder werden? Dann schaden wir uns selbst am meisten, weil wir uns ein schlechtes Gewissen aufladen. Könnte es sein, das wir uns selbst keine Chance mehr geben, wenn wir den anderen auf das festnageln, was er an Bösem getan hat? Du hattest doch beides: Ein gesundes Urteilsvermögen und die Scheu, Menschen abzuurteilen. Sollen wir aufhören, todsichere Urteile zu fällen und dem Leben immer neue Chancen geben? Und wie können wir unsere Beurteilungen so fassen, dass sie dem Beurteilten einen Ausweg gönnen? Dem Schüler, der die fünf verdient, muss eine Möglichkeit gezeigt werden, wie er sich verbessern kann. Der Bewerber, der den angestrebten Arbeitsplatz vermutlich nicht ausfüllen kann, verdient eine Perspektive, wo er denn sinnvoll tätig sein könnte. Wer um unsere Gunst buhlt, als Kaufmann oder als Politiker, hat ein Recht darauf, dass unser Nein ihn nicht als Person meint. Jesus, du hast nicht abgeurteilt, sondern eindeutig gesagt, was richtig und was falsch ist. Du hast auch deinen Feinden nicht den Tod an den Hals gewünscht, sondern für ihre Umkehr gebetet. Du hast ihnen immer wieder eine neue Chance gegeben. Das galt auch für deine Freunde, zu denen wir gerne gehören möchten. Wenn sie versagten, dann hast du ihnen doch einen Neuanfang ermöglicht. Frank Fornaçon |
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